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    <title>The devil&apos;s advocate (Rubrik:Visionen)</title>
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    <description>Beobachtungen aus der Wirklichkeit</description>
    <dc:publisher>devils_advocate</dc:publisher>
    <dc:creator>devils_advocate</dc:creator>
    <dc:date>2005-11-27T22:40:09Z</dc:date>
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    <title>The devil&apos;s advocate</title>
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  <item rdf:about="http://thedevilsadvocate.twoday.net/stories/1031185/">
    <title>Aus einem Geschichtsbuch 2134:</title> 
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    <description>&lt;img width=&quot;311&quot; height=&quot;234&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/thedevilsadvocate/images/physical-hazards.jpg&quot; alt=&quot;physical-hazards&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;In vielerlei Hinsicht ist die Zeit zum Ende des Mittelalters hin mit der Zeit der Umbr&amp;uuml;che zu Mitte des 21. Jahrhunderts vergleichbar. Ebenso wie die beginnende Entwicklung der Hochtechnologie im 20. Jahrhundert zu einer strukturellen Krise der kapitalistischen Volkswirtschaften f&amp;uuml;hrte, die sich bereits Ende des 20. Jahrhunderts abzeichnete, f&amp;uuml;hrte auch das hohe Einkommensniveau b&amp;uuml;rgerlicher Schichten in den gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren St&amp;auml;dten zu einer Krise des verarmenden Adels und damit zu einer Strukturkrise des Feudalismus. Im Falle des Feudalismus war Macht und Herrschaft an Geburtrecht gekn&amp;uuml;pft, was aber durch die wachsende Bedeutung des Geldes und der damit verkn&amp;uuml;pften Entwicklung einer monet&amp;auml;ren &amp;Ouml;konomie unterlaufen wurde: Nicht mehr Geburt und Ansehen waren relevant f&amp;uuml;r die gesellschaftliche Stellung, sondern die durch eigene wirtschaftliche Leistung erworbenen monet&amp;auml;ren Mittel. Durch Renditen-Systeme wie Kapitaleignerschaft und Zinseink&amp;uuml;nfte wurde die Beziehung zwischen gesellschaftlichem Ansehen und der &amp;ouml;konomischen Stellung allerdings teilweise wieder entkoppelt, da sie das b&amp;uuml;rgerliche Ideal der Leistungsgesellschaft kontakarierten. Zahlreiche Produkte der Kulturindusrie aus jener Zeit zeugen davon, dass Einkommen und gesellschaftliches Ansehen nicht immer zusammenfielen. Die Beziehungstruktur zwischen Macht und &amp;ouml;konomischen Status aber erhielt sich, auch wenn sich viele damalige westliche Staaten (Nordamerika und Europa) Demokratien nannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;360&quot; height=&quot;234&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/thedevilsadvocate/images/labour.jpg&quot; alt=&quot;labour&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dann einsetzende  Krise des monet&amp;auml;ren &amp;ouml;konomischen Systems war vor allem dem technologischen Fortschritt geschuldet. Dass damalige &amp;Ouml;konomen, Politiker und alle gesellschaftlich relevanten Kr&amp;auml;fte den R&amp;uuml;ckgang des zu verrichtenden Arbeitsaufkommens als Problem ansahen, ist aus heutiger Sicht schwer zu begreifen, wird aber nachvollziehbarer, wenn man sich die Beziehungstruktur zwischen dem damals sehr relevanten monet&amp;auml;ren &amp;ouml;konomischen Status und der Arbeit vergegenw&amp;auml;rtigt: Einkommen war an Arbeit gekoppelt, was bedeutete, dass die dem Kapitalismus geschuldete immer weiter fortschreitenden Rationalisierung durch Innovation zwar einerseits das Gesamtverm&amp;ouml;gen jeder Volkswirtschaft kontinuerlich vermehrte (so gut wie alle westlichen Volkswirtschaften konnten von 1945 an bis weit ins 21. Jahrhundert hinnein jedes Jahr ein Wirtschaftswachstum verzeichnen), anderseits aber durch das immer weiter verringerte Arbeitsvorkommen breite Schichten der Bev&amp;ouml;lkerung verarmten, n&amp;auml;mlich all jene, deren Arbeitskraft nicht mehr ben&amp;ouml;tigt wurde. Diesen Verarmungsprozess beschleunigte zudem, dass zwischen den westlichen Industrienationen und den aufstrebenden L&amp;auml;ndern der damaligen sog. &quot;Dritten Welt&quot; (vor allem  China und Indien), in denen das kapitalistische Produktionssystem sich Ende des 20. Jahrhunderts ebenfalls durchsetzte, ein Kampf um die wenige noch ben&amp;ouml;tigte Arbeit entbrannte, der zur Senkung von L&amp;ouml;hnen, Umwelt- und Sozialstandards in allen damaligen Volkswirtschaften f&amp;uuml;hrte. Dies wiederum f&amp;uuml;hrte im weiteren Verlauf dann auch zu einem Einbrechen der Nachfrage in den westlichen Industriestaaten und versch&amp;auml;rfte die &amp;ouml;konomische Krise zus&amp;auml;tzlich, was dann letztlich zum Zusammenbruch der monet&amp;auml;ren &amp;Ouml;konomie und zur Etablierung der &amp;Ouml;konomie der sog. &quot;Aufmerksamkeitskultur&quot; mit staatlicher Basissicherung und kapitalistischen Strukturelementen f&amp;uuml;hrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;287&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/thedevilsadvocate/images/empty.jpg&quot; alt=&quot;empty&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Was waren die wesentlichen Gr&amp;uuml;nde f&amp;uuml;r das Zusammenbrechen des kapitalistischen Wirtschaftssystems? &lt;br /&gt;
2.) Welche Parallen kannst du zur Umbruchphase am Ende des Mittelalters entdecken? Welche Unterschiede gibt es?&lt;br /&gt;
3.) Musste es zum Zusammenbruch kommen? H&amp;auml;tte es Alternativen zur Reformierung des kapitalistischen System gegeben?&lt;br /&gt;
4.) Warum fanden Menschen wie der Unternehmer G&amp;ouml;tz Werner (siehe &lt;a href=&quot;http://fuckup.homeunix.net/index.php?Interview%20mit%20Goetz%20Werner%20-%20Stuttgarter%20Zeitung&quot;&gt;Quelle M1&lt;/a&gt;) oder der &amp;Ouml;konom Jeremy Rifkin (siehe &lt;a href=&quot;http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/916564?_seite=1&quot;&gt;Quelle M2&lt;/a&gt;), die bereits zu Beginn des 21. Jahrhunderts warnten, bei den politischen Entscheidungstr&amp;auml;gern so wenig Geh&amp;ouml;r? Warum konnten auch demokratische Wahlen die Krise nicht verhindern?&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &lt;a href=&quot;http://fuckup.twoday.net/stories/1031101/&quot;&gt;fuckup.twoday.net&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>devils_advocate</dc:creator>
    <dc:subject>Visionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 devils_advocate</dc:rights>
    <dc:date>2005-10-04T18:35:31Z</dc:date>
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